Inline-Konzentrationsmessung von Ammoniumnitrat-Lösung
Präzise, wartungsfreie und sichere Überwachung der NH₄NO₃-Konzentration - direkt im Prozess, in Echtzeit und ohne Probenentnahme.
Echtzeit-Messung
Kontinuierliche Überwachung ohne Verzögerung
Wartungsfrei
Keine beweglichen Teile oder Verschleißkomponenten
Höchste Genauigkeit
Präzise Messung auch unter schwierigen Bedingungen
Reduzierte Betriebskosten
Kosteneffiziente Lösung mit kurzer Amortisationszeit
Ammoniumnitrat-Lösung entsteht durch die Neutralisation von Salpetersäure (HNO₃) mit Ammoniak (NH₃) und ist die zentrale Zwischenstufe auf dem Weg zu festen Düngemitteln wie CAN (Kalkammonsalpeter) sowie zu Lösungsdüngern wie UAN (Harnstoff-Ammoniumnitrat-Lösung). Über den gesamten Prozess hinweg entscheidet die exakte Konzentration über Sicherheit, Produktqualität und Energieeinsatz.
Mit steigender Konzentration und Temperatur sinkt die thermische Stabilität von Ammoniumnitrat-Lösung. Anlagenbetreiber halten Konzentration, Temperatur und pH-Wert deshalb innerhalb enger, in Sicherheitskonzepten festgelegter Grenzen. Eine kontinuierliche, verzögerungsfreie Inline-Messung liefert die Grundlage dafür, Abweichungen sofort zu erkennen und Gegenmaßnahmen, etwa Kühlung, Verdünnung oder eine Abschaltung des Reaktors, rechtzeitig einzuleiten.

Wie LiquiSonic® die HF-Konzentration misst
LiquiSonic® bestimmt die Konzentration von Ammoniumnitrat-Lösung über die Messung der Schallgeschwindigkeit im Medium. Unser Messsystem basiert auf einem physikalischen Prinzip, das unempfindlich gegenüber Farbe, Trübung und Leitfähigkeit der Flüssigkeit ist.
Ein direkt im Rohr oder Behälter installierter Sensor sendet einen Ultraschallimpuls durch die Ammoniumnitrat-Lösung. Die Zeit, die der Impuls für die vorbestimmte Strecke benötigt, wird hochpräzise erfasst. Da der Sensorabstand bekannt ist, ergibt sich daraus die exakte Schallgeschwindigkeit in der Lösung. Da Ammoniumnitrat-Lösungen bei Temperaturen zwischen gewöhnlicher Umgebungstemperatur und bis zu 200 °C prozessiert werden und die Schallgeschwindigkeit stark temperaturabhängig ist, misst ein integriertes Thermometer zusätzlich die Prozesstemperatur. Aus Schallgeschwindigkeit und Temperatur berechnet der Controller dann anhand hinterlegter Kalibrierkurven die aktuelle NH₄NO₃-Konzentration in wt% - mehrfach pro Sekunde. Der Messwert steht anschließend sofort als analoges Signal oder über Feldbus (z. B. Profibus, Modbus) für die Prozessleitsystem-Integration zur Verfügung.

Warum LiquiSonic® für Ihre Anwendung geeignet ist
Wartungsfrei
Keine beweglichen Teile, keine Elektroden, keine Verschleißteile. Die zur Kristallisation neigende, korrosive Lösung greift die robuste Sensorik nicht an.
Inline statt Labor
Kontinuierliche Messung direkt im Prozessstrom - ohne Probenentnahme, ohne Wartezeit auf Laborergebnisse und ohne Sicherheitsrisiko.
Temperaturkompensiert
Integrierte, hochpräzise Temperaturmessung kompensiert automatisch Schwankungen der Prozesstemperatur.
Große Bandbreite
Einsetzbar über den gesamten Konzentrationsbereich, von verdünnter Lösung nach der Neutralisation, bis zur hochkonzentrierten Schmelze vor der Prillung.
Mehrkomponentenfähig
Bei Bedarf lassen sich zusätzliche Komponenten wie Harnstoff-Ammoniumnitrat-Lösung (UAN) oder gelöstes Kalkammonsalpeter (CAN) unabhängig voneinander erfassen.
Digitale Anbindung
Signalübertragung bis zu 1.000 m, driftfrei und störsicher. Ideal für die Integration in bestehende Leitsysteme großer Düngemittelanlagen.
Anwendungsbeispiele
Neutralisation
Kontinuierliche Messung der NH₄NO₃-Konzentration am Ausgang des Neutralisationsreaktors, um das NH₃/HNO₃-Verhältnis exakt zu regeln und einen stabilen Prozesszustand zu halten.
Eindampfung
Bestimmung des Aufkonzentrierungsgrades in Fallfilm- oder Zwangsumlaufverdampfern, um die Zielkonzentration für die nachfolgende Prillung oder Granulation präzise einzustellen.
Prillturm / Granulation
Sicherstellung einer konstanten Schmelzekonzentration vor der Prillung bzw. Granulation. Grundlage für gleichmäßige Korngröße, Härte und Lagerfähigkeit des Endprodukts.
Blending
Überwachung der Mischungsverhältnisse bei der Herstellung von Harnstoff-Ammoniumnitrat-Lösung (UAN) oder bei der Zugabe von gelöstem Kalkammonsalpeter (CAN).
Lagerung & Verladung
Kontinuierliche Kontrolle der Konzentration in Lager- und Pufferbehältern sowie bei der Verladung in Tankwagen oder Kesselwagen. Dokumentation für die Warenausgangskontrolle inklusive.
Waschwasser / Abluft
Auch Waschwasser und Kondensat enthalten noch geringe Mengen gelöstes NH₄NO₃. Wird dieser Restgehalt gemessen, lässt sich das Material gezielt zurückführen.
Einbindung & Integration
Ein neues Messsystem darf den laufenden Betrieb nicht gefährden oder wochenlange Stillstände verursachen. LiquiSonic® ist so ausgelegt, dass die Integration in bestehende Anlagen mit minimalem Eingriff möglich ist.
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Ohne Bypass installierbar
Der Sensor wird direkt in vorhandene Rohrleitungen, Reaktoren oder Tanks eingebracht. Ein zusätzlicher Bypass-Kreislauf entfällt in der Regel. -
Für Ex-Bereiche ausgelegt
Sensor- und Controller-Varianten stehen auch für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zur Verfügung. -
Offene Schnittstellen
Anbindung an gängige Prozessleitsysteme über 4–20 mA, Profibus DP oder Modbus, ohne proprietäre Zwischenschicht, die zusätzliche Projektierung erfordern würde.
Branchen & Anlagentypen
LiquiSonic® kommt überall dort zum Einsatz, wo Ammoniumnitrat-Lösung verarbeitet oder gelagert wird, von der Neutralisationsanlage, bis zum Tanklager. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Branchen und Anlagentypen, in denen sich das Messsystem bereits bewährt hat:
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Düngemittelproduktion
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Neutralisationsanlagen
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AN- & CAN-Anlagen
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UAN-Blending
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Prillturm & Granulation
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Salpetersäure-Folgeprozesse
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Tanklager & Verladung
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Chemische Industrie
Über 35 Jahre Erfahrung in der Konzentrationsmessung
SensoTech ist seit 1990 führender Anbieter von Inline-Messtechnik und hat sich als Spezialist für präzise Konzentrations- und Dichtemessungen etabliert.
Unsere Systeme sind weltweit, auch in kritischen Anwendungen im Einsatz.
35+
1000+
50+
ISO 9001
zertifizierte Qualität
Häufig gestellte Fragen
LiquiSonic® misst die Schallgeschwindigkeit und Temperatur der Ammoniumnitrat-Lösung direkt im Prozess. Da die Schallgeschwindigkeit eindeutig mit der NH₄NO₃-Konzentration zusammenhängt, berechnet das System daraus kontinuierlich den Konzentrationswert. Der Sensor kann in der Regel direkt in eine Rohrleitung, einen Behälter oder einen Reaktor eingebaut werden, sodass meist weder ein externer Bypass noch eine manuelle Probenentnahme erforderlich ist.
Für Ammoniumnitrat-Lösung kommen LiquiSonic®-Sensoren mit korrosionsbeständigen Sondermaterialien zum Einsatz, die für den jeweiligen Konzentrationsbereich, die Prozesstemperatur und den Einbauort, etwa Reaktor, Verdampfer oder Rohrleitung, individuell ausgelegt werden.
Die erreichbare Messgenauigkeit wird für den jeweiligen Konzentrations- und Temperaturbereich applikationsspezifisch festgelegt. Für geeignete und definierte Ammoniumnitrat-Wasser-Systeme sind Genauigkeiten von bis zu ±0,05 wt% möglich. Voraussetzung sind ein passender Kalibrierdatensatz und die Berücksichtigung der konkreten Prozesszusammensetzung.
Je nach Konzentration, Temperatur und möglichen Verunreinigungen, etwa Chloridspuren, eignen sich unterschiedliche korrosionsbeständige Edelstähle oder Sondermaterialien. Welcher Werkstoff im Einzelfall geeignet ist, wird bei der Sensorauslegung anhand der konkreten Prozessbedingungen geprüft.
Durch die kontinuierliche Inline-Messung kann die Zahl routinemäßiger Laborproben deutlich reduziert werden. Prozessabweichungen werden sofort sichtbar, anstatt erst nach Entnahme, Transport und Analyse einer Probe. Je nach Qualitäts- und Sicherheitskonzept können ergänzende Referenz- oder Freigabeanalysen weiterhin erforderlich bleiben.
Ja. Der Sensor führt mehr als 30 interne Messungen pro Sekunde durch. Aus diesen Messungen wird fortlaufend ein stabilisierter Konzentrationswert berechnet und an das Prozessleitsystem übertragen. Dadurch lassen sich Konzentrationsänderungen in Neutralisations-, Eindampfungs- und Weiterverarbeitungsstufen nahezu ohne Zeitverzug erkennen.
Der Sensor wird direkt in die bestehende Rohrleitung, den Reaktor oder Tank eingebracht, ein zusätzlicher Bypass ist in der Regel nicht notwendig. Unser Team begleitet die Auswahl der Einbaustelle, die Kalibrierung und die Inbetriebnahme, sodass Stillstandszeiten gering bleiben.
Da der Sensor keine beweglichen Teile, Elektroden oder optischen Fenster besitzt, ist der reguläre Wartungsaufwand sehr gering. Bei stark kristallisierenden Prozessbedingungen können dennoch Kontrollen oder Reinigungen erforderlich sein. Entscheidend sind eine geeignete Einbaustelle sowie die Einhaltung der erforderlichen Temperatur- und Strömungsbedingungen, damit sich keine dauerhaften Ablagerungen in der Messstrecke bilden können.
Ja. Je nach Systemkonfiguration stehen unter anderem 4–20-mA-Ausgänge sowie Feldbusschnittstellen wie Profibus DP oder Modbus zur Verfügung. Konzentrations- und Temperaturwerte können dadurch an SPS oder Prozessleitsysteme übertragen und dort für Prozessregelung, Trendüberwachung oder Alarme genutzt werden. Ein Einsatz innerhalb einer sicherheitsgerichteten Schutzfunktion muss unabhängig davon anhand des jeweiligen Anlagen- und Sicherheitskonzepts bewertet werden.
Schwankungen der NH₄NO₃-Konzentration können auf Veränderungen der Rohstoffkonzentration, der Durchflussmengen, des Wassergehalts oder der Druck- und Temperaturbedingungen im Neutralisator hinweisen. Die Inline-Konzentrationsmessung macht solche Veränderungen unmittelbar sichtbar.
In ausreichend konzentrierten und hinsichtlich ihrer Zusammensetzung bekannten Wasserströmen kann eine Veränderung der Schallgeschwindigkeit auf einen Eintrag von Ammoniumnitrat hinweisen. Ob daraus eine quantitative NH₄NO₃-Konzentration bestimmt werden kann, hängt vom Messbereich und von weiteren gelösten Bestandteilen ab. Für komplexe Abwässer oder sehr geringe Spurenkonzentrationen ist deshalb eine applikationsspezifische Machbarkeitsprüfung beziehungsweise ein selektives Analyseverfahren erforderlich.
Ein LiquiSonic®-Sensor kann am Ausgang des Neutralisators oder in einer nachgeschalteten Leitung installiert werden und dort die Konzentration der entstehenden Ammoniumnitrat-Lösung kontinuierlich erfassen. Die tatsächliche Konzentration hängt unter anderem von der Salpetersäurestärke sowie von Druck, Temperatur und Bauart des Neutralisators ab. Der Messwert unterstützt die Überwachung des Wassergehalts und der nachfolgenden Eindampfung. Die Regelung des NH₃/HNO₃-Verhältnisses erfolgt zusätzlich über eine geeignete Leitfähigkeits- oder Dichtemessung.
Nach der Eindampfung wird die NH₄NO₃-Konzentration auf den für das jeweilige Prill- oder Granulationsverfahren erforderlichen Wert eingestellt. LiquiSonic® überwacht die Konzentration unmittelbar vor der Weiterverarbeitung und unterstützt damit eine gleichmäßige Produktzuführung und reproduzierbare Prozessbedingungen. Die endgültige Korngröße und Produkteigenschaften werden zusätzlich durch Temperatur, Tropfen- beziehungsweise Düsenbildung, Luftführung und weitere Prozessparameter bestimmt.
Gasblasen können die Ausbreitung des Ultraschalls dämpfen oder zeitweise stören und dadurch die Signalqualität beeinflussen. LiquiSonic® wertet das Schallsignal kontinuierlich aus und kann gasblasenbedingte Störungen erkennen. Je nach Sensorausführung und Prozessbedingungen sind stabile Messungen auch bei einem gewissen Gasblasenanteil möglich.




































