Tauchsensor 40-40 Ex
Präzision - auch im Ex-Bereich
Der Tauchsensor 40-40 Ex ist ein robuster Inline-Sensor zur kontinuierlichen Konzentrationsmessung von Flüssigkeiten in explosionsgefährdeten Bereichen. Er erfasst Schallgeschwindigkeit und Temperatur direkt im Medium. Der LiquiSonic® Controller berechnet daraus kontinuierlich den Konzentrationswert, ohne zeitverzögerte Laboranalyse.
Der Sensor wird direkt in Behälter oder Rohrleitungen eingebaut und kommt ohne bewegliche oder optische Komponenten aus. Da die Messung auf der Schallgeschwindigkeit basiert, ist das Verfahren unabhängig von optischen Eigenschaften des Mediums wie Farbe oder Trübung. Mit Zulassungen nach ATEX, IECEx und FM eignet sich der Tauchsensor 40-40 Ex für Messstellen in explosionsgefährdeten Bereichen, beispielsweise bei brennbaren Lösungsmitteln oder in Prozessen, in denen Wasserstoff beziehungsweise andere explosionsfähige Gase auftreten können. Unterschiedliche Werkstoffe, Prozessanschlüsse und Einbaulängen ermöglichen die Anpassung an die jeweilige Messstelle.
Applikationen
Der Tauchsensor 40-40 Ex wird überall dort eingesetzt, wo Flüssigkeitskonzentrationen kontinuierlich überwacht werden sollen und gleichzeitig Anforderungen an den Explosionsschutz bestehen. Zu den typischen Anwendungen gehören:
Alkalische Elektrolyse – KOH-Überwachung in der Wasserstoffproduktion
In der alkalischen Elektrolyse ist die KOH-Konzentration eine zentrale Prozessgröße für einen stabilen und effizienten Elektrolysebetrieb. Das LiquiSonic® Messsystem überwacht die Elektrolytkonzentration kontinuierlich und ermöglicht es, Konzentrationsänderungen unmittelbar zu erkennen. In entsprechend als explosionsgefährdet eingestuften Anlagenbereichen bietet der Tauchsensor 40-40 Ex die erforderliche Ex-Ausführung für die Inline-Messung.
Lösungsmitteldestillation und -rückgewinnung
Bei der Aufbereitung und Rückgewinnung organischer Lösungsmittel überwacht LiquiSonic® die Konzentration beziehungsweise Zusammensetzung direkt im Prozess. Typische Medien sind beispielsweise Aceton, Ethanol, Toluol, n-Hexan oder Ethylacetat. Für Messstellen in explosionsgefährdeten Anlagenbereichen steht mit dem Tauchsensor 40-40 Ex eine entsprechend zugelassene Sensorvariante zur Verfügung.
Petrochemie und Rohölaufbereitung
In petrochemischen Anlagen und bei der Rohölaufbereitung ermöglicht der Sensor die kontinuierliche Überwachung von Flüssigkeiten und Prozesszuständen. Typische Messaufgaben sind beispielsweise die Überwachung von Öl-Wasser-Emulsionen oder die Erkennung unterschiedlicher Flüssigkeitsphasen. Für Messstellen in explosionsgefährdeten Bereichen eignet sich der Tauchsensor 40-40 Ex als robuste Inline-Sensorlösung.
Chlor-Alkali-Elektrolyse und Chlorgastrocknung
In der Chlor-Alkali-Elektrolyse kann der Tauchsensor 40-40 Ex unter anderem zur kontinuierlichen Konzentrationsüberwachung von Prozesslösungen eingesetzt werden. Auch bei der Chlorgastrocknung ermöglicht unser LiquiSonic® Messsystem die kontinuierliche Kontrolle der Schwefelsäurekonzentration. Für korrosive Prozessbedingungen stehen unterschiedliche Sensorwerkstoffe und Sondermaterialien zur Verfügung.
Schwefelsäureprozesse in explosionsgefährdeten Bereichen
Bei der Herstellung, Verarbeitung und Rückgewinnung von Schwefelsäure kann der Tauchsensor 40-40 Ex eingesetzt werden, wenn sich die Messstelle in einem explosionsgefährdeten Anlagenbereich befindet. Die kontinuierliche Inline-Messung ermöglicht es, Konzentrationsänderungen unmittelbar zu erfassen. Die Sensorausführung kann dabei hinsichtlich Werkstoff, Einbaulänge und Prozessanschluss an die jeweiligen Prozessbedingungen angepasst werden.
Weitere Einsatzbereiche
Darüber hinaus kann der Tauchsensor 40-40 Ex unter anderem in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:
• Carbon Capture und Aminwäsche: kontinuierliche Konzentrationsüberwachung von Amin- und Waschlösungen
• Monomerüberwachung: frühzeitige Erkennung von Produktveränderungen und beginnender Polymerisation
• Gaswäscher und Abgasreinigung: Überwachung von Waschlösungen und Unterstützung einer bedarfsgerechten Nachdosierung
• MDEA-Erdgaswäscher: kontinuierliche Überwachung der Konzentration regenerierter Aminlösungen
• Verdampfer und Eindampfer: kontinuierliche Überwachung der Aufkonzentrierung
• Düngemittelproduktion: Konzentrationsmessung in entsprechend als explosionsgefährdet eingestuften Anlagenbereichen
Ob eine konkrete Messaufgabe mit dem Tauchsensor 40-40 Ex realisiert werden kann, hängt von Medium, Konzentrationsbereich, Temperatur, Druck und den Anforderungen an den Explosionsschutz ab.



Einbauoptionen
Der Tauchsensor 40-40 Ex kann direkt in Behälter oder Rohrleitungen integriert werden. Durch unterschiedliche Prozessanschlüsse und Einbaulängen lässt sich der Sensor an verschiedene Anlagengeometrien und Messstellen anpassen.
Prozessanschluss
Standardmäßig ist der Tauchsensor 40-40 Ex mit folgenden Prozessanschlüssen erhältlich:
• Flansch DN 50
• ANSI 2"
Weitere Prozessanschlüsse sind auf Anfrage möglich.
Einbaulängen
Die Standard-Einbaulänge beträgt 92 mm. Optional sind folgende Einbaulängen verfügbar:
• 150 mm
• 250 mm
• 500 mm
• 1000 mm
• 1500 mm
• 2000 mm
Die erforderliche Einbaulänge hängt von der Geometrie der Messstelle ab. Relevant sind beispielsweise Stutzenlänge, Wandstärke, Rohr- oder Behälterdurchmesser sowie die gewünschte Position des Sensorkopfes im Medium.
Die passende Sensorausführung für Ihre Messstelle
Medium, Temperatur, Druck, Anlagengeometrie und Konzentrationsbereich unterscheiden sich von Prozess zu Prozess. Deshalb kann der Tauchsensor 40-40 Ex mit unterschiedlichen Werkstoffen, Prozessanschlüssen und Einbaulängen an die jeweilige Anwendung angepasst werden.
Materialoptionen
Die mediumsberührten Teile des Tauchsensors 40-40 Ex können in unterschiedlichen Werkstoffen ausgeführt werden. Dadurch lässt sich der Sensor an die chemischen und thermischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung anpassen. Der Tauchsensor 40-40 Ex ist standardmäßig in Edelstahl oder Hastelloy erhältlich. Optional stehen Titan, Tantal, Zirkonium und Monel sowie weitere Sonderwerkstoffe auf Anfrage zur Verfügung.
Welcher Werkstoff geeignet ist, richtet sich insbesondere nach Medium, Konzentrationsbereich, Betriebstemperatur, Druck und weiteren Prozessbedingungen. SensoTech stimmt die Werkstoffauswahl deshalb individuell auf die jeweilige Messaufgabe ab.
Häufige Fragen
Der Tauchsensor 40-40 Ex ist ein Inline-Ultraschallsensor zur kontinuierlichen Konzentrationsmessung von Flüssigkeiten in explosionsgefährdeten Bereichen. Er misst Schallgeschwindigkeit und Temperatur direkt im Prozess und ist nach ATEX, IECEx und FM für entsprechende Ex-Anwendungen zugelassen.
Der Sensor misst kontinuierlich die Schallgeschwindigkeit des Mediums sowie dessen Temperatur. Da die Schallgeschwindigkeit von der Zusammensetzung beziehungsweise Konzentration einer Flüssigkeit abhängt, berechnet der LiquiSonic® Controller daraus den jeweiligen Konzentrationswert. Die Messwerte stehen in Echtzeit zur Verfügung und können an das Prozessleitsystem übertragen werden.
Beide Sensoren arbeiten nach demselben Ultraschall-Messprinzip und sind mit vergleichbaren Werkstoffen, Prozessanschlüssen und Einbaulängen erhältlich. Der wesentliche Unterschied liegt in der Bauform und im Explosionsschutz. Beim Tauchsensor 40-40 Ex besitzen Sensorkopf und Sensorsteg jeweils einen Durchmesser von 40 mm. Er ist außerdem für explosionsgefährdete Bereiche zugelassen. Beim Tauchsensor 40-14 beträgt der Durchmesser des Sensorkopfes ebenfalls 40 mm, der Sensorsteg dagegen 14 mm. Der 40-14 ist für nicht explosionsgefährdete Bereiche vorgesehen.
Typische Einsatzbereiche sind die alkalische Elektrolyse, Lösungsmitteldestillation und -rückgewinnung, Petrochemie und Rohölaufbereitung, Chlor-Alkali-Prozesse, Chlorgastrocknung sowie weitere chemische Prozesse mit Ex-Anforderung. Auch Carbon Capture, Aminwäsche, Monomerüberwachung, Gaswäscher und Düngemittelprozesse kommen je nach Zoneneinteilung als Anwendungen infrage.
Der Tauchsensor 40-40 Ex verfügt über Zulassungen nach ATEX, IECEx und FM und kann damit in entsprechend klassifizierten explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Die für eine konkrete Installation geltende Ex-Kennzeichnung, Gerätekategorie, Gasgruppe und Temperaturklasse richtet sich nach der jeweiligen Sensorausführung und sollte anhand der aktuellen Zertifikate sowie der Zoneneinteilung der Messstelle geprüft werden.
Der Tauchsensor 40-40 Ex ist standardmäßig in Edelstahl oder Hastelloy erhältlich. Optional stehen Titan, Tantal, Zirkonium und Monel sowie weitere Sonderwerkstoffe auf Anfrage zur Verfügung. Die geeignete Werkstoffauswahl richtet sich nach Medium, Konzentration, Temperatur, Druck und weiteren Prozessbedingungen.
Der Tauchsensor 40-40 Ex kann direkt in Behälter oder Rohrleitungen eingebaut werden. Standardmäßig stehen Flanschanschlüsse DN 50 oder ANSI 2" zur Verfügung. Weitere Prozessanschlüsse sind auf Anfrage möglich.
Die Standard-Einbaulänge beträgt 92 mm. Optional stehen Einbaulängen von 150, 250, 500, 1000, 1500 und 2000 mm zur Verfügung. Die passende Einbaulänge richtet sich unter anderem nach Stutzenlänge, Wandstärke, Anlagengeometrie und der gewünschten Position des Sensorkopfes im Medium.
Der Standard-Temperaturbereich des Tauchsensors 40-40 Ex reicht von −20 °C bis 120 °C. Optional sind Ausführungen für Temperaturen bis 150 °C verfügbar. Der Standard-Betriebsdruck beträgt 16 bar; optional sind Ausführungen bis 500 bar erhältlich. Zusätzlich müssen bei Ex-Anwendungen die für die jeweilige Ausführung zulässigen Umgebungs- und Einsatzbedingungen berücksichtigt werden.
Nein. Sensor und Controller können räumlich getrennt installiert werden. Der LiquiSonic® Controller wird häufig außerhalb des explosionsgefährdeten Bereichs, beispielsweise in einer Messwarte oder einem Schaltraum, installiert. Für Feldinstallationen stehen zudem geeignete Gehäusevarianten zur Verfügung. Die konkrete Installation richtet sich nach der Zoneneinteilung und den Anforderungen der jeweiligen Anlage.
Farbe und Trübung beeinflussen das Ultraschall-Messprinzip nicht. Auch Suspensionen können abhängig von der jeweiligen Messaufgabe überwacht werden. Gasblasen können die Schallausbreitung grundsätzlich beeinflussen. LiquiSonic® verfügt deshalb über eine spezielle Signalverarbeitung zur Erkennung und Reduzierung dieses Einflusses. Besonders bei Anwendungen wie der alkalischen Elektrolyse wird zusätzlich die Einbausituation berücksichtigt, um stabile Messbedingungen zu erreichen.
Grundsätzlich können auch neue Medien und Konzentrationsbereiche untersucht werden. SensoTech kann Flüssigkeiten im eigenen Labor vermessen und auf Basis der Messdaten einen anwendungsspezifischen Produktdatensatz erstellen. Dabei wird geprüft, ob die jeweilige Messaufgabe über den gewünschten Konzentrations- und Temperaturbereich eindeutig und zuverlässig gelöst werden kann.
Der Tauchsensor besitzt keine beweglichen oder optischen Komponenten und ist für einen wartungsarmen kontinuierlichen Betrieb ausgelegt. Eine regelmäßige Nachkalibrierung im klassischen Sinne ist üblicherweise nicht erforderlich. Prüf- und Wartungsintervalle richten sich nach den Prozessbedingungen, den betrieblichen Vorgaben der Anlage sowie gegebenenfalls den Anforderungen für Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen.
Der LiquiSonic® Controller 30 und Controller 40 kann bis zu vier Sensoren verwalten. Dadurch lassen sich mehrere Messstellen über eine gemeinsame Auswerteeinheit überwachen, beispielsweise unterschiedliche Prozessstufen oder Vor- und Rücklauf eines Kreislaufs.







































